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Das Vaterunser

Das Grundgebet der gesamten Christenheit

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 
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Weltgebetstag 2018

Weltgebetstag am 2. März in Wiesenburg

Der diesjährige Weltgebetstag wurde von Frauen aus Surinam vorbereitet. Im Mittelpunkt stand dabei der Kampf um die Erhaltung unserer Erde, gegen Umweltverschmutzung und Ausbeutung unserer Natur. Die Frauen aus dem Land erzählten über ihre Vorfahren, die Versklavung und die rücksichtslose Ausbeutung von Natur und Bodenschätzen.

Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet.  Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse. Der Weltgebetstag am 2. März 2018 bot Gelegenheit, Surinam und seine Bevölkerung näher kennenzulernen. „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ heißt die Liturgie surinamischer Christinnen, zu der Frauen in über 120 Ländern weltweit Gottesdienste vorbereiteten. Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden mit  üppigen Riesenfarnen, farbenprächtigen Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Letzterer ist besonders gefährdet, da er immer weiter abgeholzt wird.

Mit seinen rund 540.000 Einwohnern ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Küstennähe, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt. Die Wurzeln für Surinams vielfältige Bevölkerung liegen in der bewegten Vergangenheit des Landes. Im 17. Jahrhundert brachten erst die Briten, dann die Niederländer Surinam unter ihre Herrschaft. Auf den Plantagen der Kolonialherren schufteten die indigene Bevölkerung und bald auch aus Westafrika verschleppte Frauen und Männer. Ihre Nachkommen stellen heute mit den Maroons und Kreolen die größten Bevölkerungsgruppen. Nach dem Ende der Sklaverei 1863 warben die Niederländer Menschen aus Indien, China und Java als Vertragsarbeiter an. Neben europäischen Einwanderern zog es Menschen aus dem Nahen Osten und den südamerikanischen Nachbarländern nach Surinam.

Diese Vielfalt Surinams findet sich auch im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2018 wieder. Frauen unterschiedlicher Ethnien erzählen aus ihrem Alltag. Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Während der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams zerstört, fehlt es in Politik und Gesellschaft des erst 1975 unabhängig gewordenen Landes an nachhaltigen Ideen für Alternativen. Das wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not. Mit Kollekten und Spenden zum Weltgebetstag 2018 fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen. Darunter ist auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam. Sie bietet qualifizierte Weiterbildungen für Jugendleiterinnen an, die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen.

An dieser Spendenaktion beteiligten sich auch die Teilnehmer der Veranstaltung zum Weltgebetstag in der evangelischen Kirchengemeinde Wiesenburg/Mark. Gemeinsam wurde am 2. März gesungen und gebetet. Pfarrer Stephan Schönfeld erzählte in einer Präsentation ein wenig über das Land selbst, über seine Schönheit und seine Natur. Gemeinsam wurden zum Abschluss verschiedene Speisen aus Surinam probiert und verkostet, die von den anwesenden Frauen vorbereitet wurden.

 

 

Weltgebetstag 2017

 

Wer an die Philippinen denkt, denkt zuerst sicher an blaue Strände, Palmen und mehr. Im letzter Zeit sind jedoch eher negativer Ereignisse in den Vordergrund gerückt, neben Tsunamis und Vulkanausbrüchen zuletzt die Ermordung eines deutschen Touristen und seiner Frau.  Auch die Arbeits- und Lebensbedingungen der einheimischen Bevölkerung sind in keinster Weise mit denen bei uns zu vergleichen. Nicht zuletzt deshalb stand der diesjährige Weltgebetstag, der von philippinischen Frauen vorbereitet wurde, unter dem Thema: Was ist denn fair?

Auf Zusammenkünften in aller Welt bezeugten Christen am vergangenen Freitag ihre Solidarität mit der philippinischen Bevölkerung. So auch in Wiesenburg. Pfarrer Stephan Schönfeld erzählte mit Bildern über das Leben auf den 7107 Inseln, die zu dem Inselstaat gehören. Mit 36239 km haben die Philippinen die längste Küstenlinie der Welt. Man spricht dort 80 verschiedene Sprachen und Dialekte.

Der erste nachweisliche Kontakt mit dem Westen war die Landung des portugiesischen Seefahrers und Weltumseglers in spanischen Diensten, Ferdinand Magellan, auf der Insel Homonhon südöstlich der Insel Samar, die auf den 16. März 1521 datiert ist. Er nannte die Inseln Islas de San Lázaro – Sankt-Lazarus-Inseln, da an diesem Tag das Fest zu Ehren des Heiligen Lazarus gefeiert wurde. Nachdem sie weiter in den Archipel vorgedrungen waren, schüchterten er und seine Leute die lokalen Stammesfürsten und Rajah Humabon, den König von Cebu, mit dem Artillerie-Feuer der gesamten Expeditions-Flotte und Kriegsdrohungen ein, und bekehrten den Rajah und viele seiner Gefolgsleute zum Christentum. Ein Dorf, das sich der Christianisierung verweigerte, ließ Magellan niederbrennen. Bei einem Überfall im Morgengrauen auf den nicht zur Unterwerfung bereiten Stammesführer der Nachbarinsel Mactan wurde Magellan, vermutlich durch die Hand des Kriegerhäuptlings Lapu Lapu selbst, zusammen mit vielen seiner Männer getötet. Mit der Expedition  von Miguel López de Legazpi wurden im Jahre 1565 die ersten ständigen spanischen Siedlungen auf den Inseln von Cebu gegründet. Weitere Niederlassungen folgten, während sich die spanischen Kolonisten nordwärts bewegten und die Bucht von Manila auf der Insel Luzon erreichten. In und um Manila wurden in der Folge zahlreiche neue Ortschaften gegründet, die die Ära des spanischen Kolonialreiches einläuteten, das die Philippinen für mehr als drei Jahrhunderte regierte. Auch nach den Unabhängigkeit 1898 blieben die Philippinen weiter unter starkem Einfluss der USA, welche auch heute noch deutlich zu spüren ist.

Die Philippinen sind ein Land der Extreme: Auf der einen Seite Naturschönheiten wie Urwälder, Riffe und Weltkulturerbe - Stätten wie die Reisterrassen von Banaue, auf der anderen Seite zerstörerische Naturgewalten wie Vulkane, Taifune und Überschwemmungen. Die Inselgruppe weist eines der artenreichsten Öko-Systeme der Welt auf und doch ist dieses akut bedroht von Abholzung, Überfischung und wachsender Umweltverschmutzung. Die Gesellschaft ist geprägt von einer extremen Ungleichheit zwischen Arm und Reich: Zeitweise starkem Wirtschaftswachstum, moderner Industrie, boomendem Dienstleistungssektor und luxuriösen Shopping-Malls in den Städten stehen krasse Armut, Perspektivlosigkeit auf dem Land und städtische Slums mit mangelnder Strom- und Wasserversorgung gegenüber. Frauen hatten zu vor-kolonialen Zeiten wichtige Positionen in der Gesellschaft inne, in den letzten Jahrzehnten gab es zwei Präsidentinnen, die philippinische Verfassung gilt bezüglich Frauenrechten als asienweit vorbildlich und Frauen spielen in Familie, Politik, Arbeitsleben und Gemeinde eine bedeutende Rolle. Dennoch haben es Frauen und Mädchen in der männlich dominierten post-kolonialen, religiös geprägten Gesellschaft besonders schwer; geschlechterspezifische Diskriminierung und Gewalt sind allgegenwärtig, Frauen haben überdurchschnittlich oft unterbezahlte und kaum abgesicherte Jobs.

 

Zum Weltgebetstag erzählten 3 Frauen über ihre schweren Arbeits- und Lebensbedingungen. Und auf die Frage: Ist denn das fair, muss man eindeutig mit Nein antworten. Gemeinsame Gebete und Lieder schufen auch in Wiesenburg eine Verbindung zu den philippinischen Frauen. Die eingängigen Melodien gingen ins Ohr und konnten fast sofort von allen mitgesungen werden. Zum Abschluss gab es Kostproben aus der philippinischen Küche. Die Mitglieder des Kirchenchores hatten sich im Vorfeld einige Rezepte ausgesucht und präsentierten und erläuterten den Anwesenden Zutaten und Zubereitungsweise. Alle waren sich einig – es ist dort eine ziemlich süße Angelegenheit, da viel mit Obst gekocht wird.

 

 

 

Weltgebetstag 2016

Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf

Zum Weltgebetstag 2016 aus Kuba

Kuba ist im Jahr 2016 das Schwerpunktland des Weltgebetstags. Der größte und bevölkerungsreichste Inselstaat der Karibik steht im Mittelpunkt, wenn am Freitag, den 4. März 2016, Gemeinden rund um den Erdball Weltgebetstag feiern. Texte, Lieder und Gebete dafür haben über 20 kubanische Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen ausgewählt. Unter dem Titel „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ erzählen sie von ihren Sorgen und Hoffnungen angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in ihrem Land.

Von der „schönsten Insel, die Menschenaugen jemals erblickten“ schwärmte Christoph Kolumbus, als er 1492 im heutigen Kuba an Land ging. Mit subtropischem Klima, weiten Stränden und ihren Tabak- und Zuckerrohrplantagen ist die Insel ein Natur- und Urlaubsparadies. Seine 500-jährige Zuwanderungsgeschichte hat eine kulturell und religiös vielfältige Bevölkerung geschaffen. Der Großteil der über 11 Mio. Kubanerinnen und Kubaner ist röm.-katholisch. Eine wichtige Rolle im spirituellen Leben vieler Menschen spielt die afrokubanische Religion Santería. Der sozialistische Inselstaat ist nicht erst seit Beginn der US-kubanischen Annäherung Ende 2014 ein Land im Umbruch – mit seit Jahren wachsender wirtschaftlicher Ungleichheit.

Im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2016 feiern die kubanischen Frauen mit uns ihren Glauben. Jesus lässt im zentralen Lesungstext ihrer Ordnung (Mk 10,13-16) Kinder zu sich kommen und segnet sie. Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen die kubanischen Weltgebetstagsfrauen als Herausforderung – hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren.

Zum Weltgebetstag, dem 4. März, wird eingeladen:

Wiesenburg, 18.00 Uhr, Gemeinderaum

Beginn mit Informationen und Bildern über Kuba, anschließend Feier der Weltgebetstagsliturgie mit dem Kirchenchor und Beisammensein mit Gerichten Kostproben aus Kuba


 

 

Weltgebetstag 2015

Jeweils am ersten Freitag im März feiern christliche Gemeinden auf allen Kontinenten den Weltgebetstag. Egal, ob evangelisch oder katholisch oder anderer Konfession, was sonst zuweilen trennt, hier verbindet der gemeinsame christliche Glaube einfach in dem Wissen, dass Schwestern und Brüder auch in ferneren Ländern, denen es oft viel schlechter geht als uns und die doch oft einen fröhlichen Glauben haben, unsere Aufmerksamkeit für ihr Leben, unsere Solidarität, unser gebet brauchen. "Informiert beten - betend handeln" so lautet denn auch das Motto des Weltgebetstages, den es schon seit 100 Jahren gibt. Er entstand in den USA und Kanada, seit 1927 wird auch in Deutschland der Weltgebetstag gefeiert. Inzwischen sind es 170 Länder. Jedes Jahr steht ein Land im Mittelpunkt. Frauen aus diesem Land bereiten den Weltgebetstag vor, dazu gehört der Gottesdienst mit Texten und Lesungen und Liedern, die oft mit erfrischenden Rhythmen der Mentalität des Landes entspringen. Dazu kommen Informationen über das Land mit Bildern und landestypische Rezepte. Oft wird nach der Feier der Weltgebetstagsliturgie noch zusammen gesessen und gegessen. In diesem Jahr kommt der Weltgebetstag von den Bahamas und steht unter dem Motto:  "Begreift ihr meine Liebe?" Bei dem Wort "Bahamas" denken viele vielleicht an Traumstrände, Korallenriffe, glasklares Wasser: das bieten die 700 Inseln der Bahamas. Sie machen den Inselstatt zwischen den USA, Kuba und Haiti zu einem touristischen Sehnsuchtsziel. Die Bahamas sind das reichst karibische Land und haben eine lebendige Vielfalt christlicher Konfessionen. Aber das Paradies hat mit Problemen zu kämpfen: extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und erschreckend verbreitete sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder. Sonnen- und Schattenseiten ihrer Heimat - beides greifen Frauen der Bahamas in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015 auf. In dessen Zentrum steht die Lesung aus dem Johannesevangelium (13,1 - 17), in der Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht. Hier wird für die Frauen der Bahamas Gottes Liebe erfahrbar, denn gerade in einem Alltag, der von Armut und Gewalt geprägt ist, braucht es tatkräftige Nächstenleibe auf den Spuren Jesu Christi.

Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter

www.weltgebetstag.de

Sie sind eingeladen zu den Weltgebetstagen in unserer Region

am Freitag, den 6. März

Wiesenburg: 18:00 Uhr im Gemeindesaal

Bad Belzig: 19:00 Uhr katholische Kirche Brücker Landstraße 1




 

 
 
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